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Schwere Beine: was dahintersteckt und was Sie selbst tun können

Schwere, müde oder spannende Beine am Abend kennen in Deutschland sehr viele Menschen, besonders nach langem Stehen, Sitzen oder an heißen Sommertagen. Meist steckt eine harmlose Ursache dahinter, manchmal aber auch eine Venenerkrankung, ein Lymph- oder Lipödem oder eine Erkrankung von Herz oder Nieren. Dieser Ratgeber erklärt, wie der Rückfluss aus den Beinen funktioniert, welche Ursachen häufig sind, was Sie im Alltag selbst tun können und wann Sie zu Hausarzt oder Phlebologe gehen sollten. Ein einseitig geschwollenes, schmerzendes und warmes Bein ist ein Notfall: Rufen Sie dann sofort ärztliche Hilfe, bei Atemnot die 112.

Was versteht man unter schweren Beinen?

„Schwere Beine“ ist keine Diagnose, sondern eine Beschreibung: ein Gefühl von Schwere, Müdigkeit, Spannung oder Kribbeln in den Beinen, das oft im Lauf des Tages zunimmt und sich beim Hochlegen bessert. Manchmal kommen geschwollene Knöchel hinzu, die am Abend Abdrücke von Sockenbündchen zeigen.

Typisch ist, dass die Beschwerden nach langem Stehen oder Sitzen, bei Hitze und vor der Menstruation stärker sind und sich über Nacht wieder geben. Hinter diesem Muster steckt oft eine vorübergehende Belastung des Rückflusses von Blut und Gewebeflüssigkeit aus den Beinen. Halten die Beschwerden aber dauerhaft an, nehmen sie zu oder kommen sichtbare Veränderungen wie Krampfadern, Hautverfärbungen oder bleibende Schwellungen hinzu, ist eine ärztliche Untersuchung sinnvoll.

Wie gelangen Blut und Lymphe aus den Beinen zurück?

Das Blut aus den Beinen muss gegen die Schwerkraft zum Herzen zurückfließen; dabei helfen vor allem die Wadenmuskelpumpe und die Venenklappen, die einen Rückfluss nach unten verhindern. Parallel transportiert das Lymphsystem Gewebeflüssigkeit ab.

Bei jedem Schritt drücken die Wadenmuskeln die tiefen Beinvenen zusammen und schieben das Blut nach oben. Venenklappen funktionieren wie Rückschlagventile. Wenn Sie lange stillstehen oder sitzen, fehlt dieser Pumpeffekt, und das Blut staut sich leichter in den Beinen. Aus den feinsten Blutgefäßen tritt ständig etwas Flüssigkeit ins Gewebe aus. Den größten Teil nehmen die Venen wieder auf, den Rest transportieren die Lymphgefäße ab. Ist eines dieser Systeme überlastet oder geschwächt, sammelt sich Flüssigkeit im Gewebe, und die Beine fühlen sich schwer an oder schwellen an.

Die drei Helfer des Rückflusses
SystemAufgabeWas es schwächt
Wadenmuskelpumpepresst bei Bewegung die Venen auslanges Sitzen und Stehen, Bewegungsmangel
Venenklappenverhindern den Rückfluss nach untenVeranlagung, Alter, Schwangerschaft, frühere Thrombose
Lymphgefäßetransportieren Gewebeflüssigkeit abangeborene Schwäche, Operationen, Bestrahlung, Verletzungen

Wie häufig sind Beinbeschwerden in Deutschland?

Venenveränderungen sind in Deutschland sehr verbreitet: In der Bonner Venenstudie, einer großen Bevölkerungsstudie mit über 3.000 Erwachsenen, hatte nur eine Minderheit der Teilnehmenden gar keine Veränderungen an den Beinvenen. Die meisten davon waren harmlose Besenreiser, ein relevanter Teil hatte jedoch Krampfadern oder Zeichen einer chronischen Veneninsuffizienz.

Viele Menschen berichteten zudem über Beschwerden wie Schweregefühl oder Schwellungen, auch ohne sichtbare Venenveränderungen. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, und mit dem Alter steigt die Häufigkeit deutlich. Diese Zahlen zeigen zweierlei: Schwere Beine sind kein seltenes Problem, und hinter vergleichbaren Beschwerden können ganz unterschiedliche Ursachen stehen. Genau deshalb lohnt sich bei anhaltenden Beschwerden eine Untersuchung, etwa mit Ultraschall beim Phlebologen.

Unsere Ratgeber zu schweren Beinen

Wir haben das Thema in drei Ratgeber aufgeteilt: Ursachen, Alltagstipps und Warnzeichen. Alle Seiten nennen ihre Quellen und ersetzen keine ärztliche Beratung.

Welche Warnzeichen dürfen Sie nicht abwarten?

Ein plötzlich einseitig geschwollenes, schmerzendes, warmes oder gerötetes Bein kann auf eine tiefe Beinvenenthrombose hinweisen und muss noch am selben Tag ärztlich untersucht werden. Kommen Atemnot, Brustschmerzen, Herzrasen oder Bluthusten hinzu, rufen Sie sofort den Notruf 112, denn dann ist eine Lungenembolie möglich.

Auch neu auftretende Schwellungen an beiden Beinen mit Atemnot, schneller Gewichtszunahme oder nächtlichem Wasserlassen gehören zügig in ärztliche Hände, weil sie ein Hinweis auf eine Herz- oder Nierenerkrankung sein können. Außerhalb der Praxiszeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117. Die vollständige Übersicht finden Sie im Ratgeber Wann zum Arzt?

Kann ein Nahrungsergänzungsmittel helfen?

Ein Nahrungsergänzungsmittel kann eine ärztliche Abklärung, Bewegung oder eine verordnete Kompressionstherapie nicht ersetzen. Das gilt auch für unser eigenes Produkt LymphActiv, das kein Arzneimittel ist und keine Venen- oder Lymphbeschwerden behandelt.

LymphActiv enthält Pflanzenextrakte, die traditionell verwendet werden, sowie Vitamin C und E. Zugelassene Aussagen gibt es nur zu den Vitaminen: Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Blutgefäße bei, Vitamin C und Vitamin E tragen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Wer sich für die Zusammensetzung interessiert, findet alle Mengen und die ehrliche Studienlage in der Übersicht der Inhaltsstoffe.

Häufige Fragen

Zu welchem Arzt gehe ich mit schweren Beinen?

Erste Anlaufstelle ist die Hausarztpraxis. Sie kann eine Überweisung zu einem Phlebologen, also einem Arzt mit Zusatzqualifikation für Venenerkrankungen, oder bei Bedarf zu Kardiologie oder Lymphologie ausstellen.

Zahlt die Krankenkasse Kompressionsstrümpfe?

Wenn eine Ärztin oder ein Arzt medizinische Kompressionsstrümpfe verordnet, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse in der Regel die Kosten; Sie zahlen die gesetzliche Zuzahlung. Angepasst werden die Strümpfe im Sanitätshaus.

Sind schwere Beine im Sommer normal?

Hitze weitet die Blutgefäße, deshalb sind die Beschwerden an heißen Tagen bei vielen Menschen stärker. Das ist häufig harmlos. Halten Schwellungen aber auch an kühlen Tagen an oder betreffen sie nur ein Bein, lassen Sie das ärztlich abklären.

Gibt es eine Venen-Sprechstunde in der Apotheke?

Viele Apotheken und Sanitätshäuser bieten Beratung zu Kompressionsstrümpfen und gelegentlich Venen-Messaktionen an. Eine ärztliche Untersuchung mit Ultraschall ersetzen diese Angebote nicht.

LymphActiv Dose mit 60 Kapseln

LymphActiv: 7 Inhaltsstoffe, 2 Kapseln am Tag

  • Rotes Weinlaub (360 mg), Löwenzahn (300 mg), Bromelain (200 mg)
  • Pinienrinde (142,5 mg OPC) und Rosskastanie (20 mg Aescin)
  • Vitamin C, das zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Blutgefäße beiträgt, und Vitamin E
  • 180 Tage Geld-zurück-Garantie, nur über die offizielle Bestellseite

Quellen

  1. Rabe E, Pannier-Fischer F, Bromen K et al. Bonner Venenstudie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie. Phlebologie, 2003.
  2. Deutsche Gesellschaft für Phlebologie: Patienteninformationen und Leitlinie Medizinische Kompressionstherapie der Extremitäten.
  3. gesundheitsinformation.de (IQWiG): Krampfadern und chronische Veneninsuffizienz.
  4. gesund.bund.de (Bundesministerium für Gesundheit): Thrombose und Lungenembolie.
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